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Reisebericht von Axel aus dem Südlichen Afrika, Südafrika und Namibia.

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Reisen ins südliche Afrika

namibia flagge südafrika

(AG) Afrika – allein schon in diesem einen Wort liegt der Zauber von überwältigenden Landschaften, wilden Tieren, würzigen Speisen, rhythmischer Musik, und Abenteuer. Dazu kommen die Menschen mit ihrer Freundlichkeit und ihrem oft traditionellen, zuweilen sogar mystischem Erscheinen.

karte von südafrika

Die Faszination Afrikas hatte auch uns, meine Frau und mich, schon Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gepackt. Unsere Vorbereitungen und Planungen nahmen jedoch so viel Zeit in Anspruch, dass wir erst im Herbst 1998 endlich zu unserem ersten Afrika-Urlaub nach Südafrika aufbrachen.

kapstadt

Bild: Kapstadt bei Nacht (c) AG

Noch heute, knapp zehn Jahre danach bin ich eher ein zurückhaltender, vielleicht sogar ängstlicher Urlaubstyp. Wenn ich zum ersten Mal in ein fremdes Land reise, versuche ich mich zwar nach Möglichkeit durch Lesen entsprechender Lektüre und Recherche im Internet vorzubereiten, fühle mich aber dennoch sehr unsicher in meinem Verhalten und Auftreten, bis ich die Verhältnisse vor Ort selbst kennen gelernt habe und ein wenig einzuschätzen weiß.

So kam es also, dass wir uns auch im Herbst 1998 sehr unsicher fühlten, obwohl wir aus heutiger Sicht mehr als nur gut vorbereitet waren. Der Flug, ein Mietwagen und sämtliche Unterkünfte waren vorab bei einem renommierten und auch heute noch aktiven Spezialanbieter für Reisen ins südliche Afrika gebucht worden. Dabei hatten wir darauf geachtet, dass wir eher den gehobenen Standard nehmen, ohne genau zu wissen, was tatsächlich dahinter steckt. Aber von vereinzelten Reisen in südeuropäische Länder waren wir gewarnt, dass die dortige "Mittelklasse" nicht unbedingt unseren Vorstellungen von Sauberkeit und Ambiente entspricht wie soll das dann erst in Afrika sein mit Spinnen, Schlangen und vermutlich unzureichenden hygienischen Verhältnissen.

giraffen

Bild: Giraffen im Kgalagadi Transfrontier Nationalpark (c) AG

Die Realität war dann zu unserer positiven Überraschung ganz anders. Neben staatlichen Unterkünften in den Nationalparks, die zwar nur als "solide" zu bezeichnen sind aber sehr sauber und großzügig waren, sind wir auch in privaten Unterkünften bzw. Lodges untergebracht worden, die durchaus als luxuriös bezeichnet werden können. Dies hatte seinen Höhepunkt in Forrest Hall, einem ehemaligen Jagdanwesen in der Nähe von Plettenberg (Garden Route), mit einem Areal, dass an den indischen Ozean grenzt. Hier waren wir zufällig die einzigen Gäste und wurden entsprechend zuvorkommend behandelt. Aber ich möchte hier nicht in Einzelheiten abschweifen, sondern lieber versuchen, einen brauchbaren Reisebericht für andere Besucher des südlichen Afrika zu geben. Nur so viel sei noch erwähnt, mittlerweile sind wir im südlichen Afrika längst nicht mehr "unsicher" sondern fliegen auch einfach mal ungeplant mit Zelt und Schlafsack zu einem Urlaub "runter".

Hier also meine Tipps:

 

Reisevorbereitungen

Unabdingbar ist ein Reisepass, der zu Beginn der Reise noch mindestens 6 Monate gültig ist, sonst bekommt man kein Einreisevisum (wird üblicherweise am Flughafen ausgestellt).

Ansonsten müssen Reisevorbereitungen nicht unbedingt sein. Ich kann getrost auch "Last Minute" nach Südafrika fliegen, habe dann aber ggf. dort nur den halben Spaß am Urlaub.

namib rand

Bild: Baum am Rande der Wüste Namib (c) AG

Besser ist es also, sich nicht nur kurz, sondern längere Zeit vor dem Urlaub entsprechend vorzubereiten. Das beginnt im besten Fall damit, sich über die Wetterlage oder terminliche Besonderheiten (z. B. wann ist der nächste Vollmond, zu welcher Zeit sind Wale im indischen Ozean, …) zu informieren und seinen Reisetermin entsprechend zu legen. Der Termin sollte dabei auch umfassen, wie lange die Reise in etwa dauern darf. Zwar ist es grundsätzlich besser, je mehr Zeit zur Verfügung steht, aber der gewöhnliche Reisende muss sich leider an Ferien oder Urlaubszeiten halten und die sind i. d. R. zu kurz. Beim ersten Urlaub im südlichen Afrika sollten es aber schon drei Wochen sein, denn die reichen gerade mal aus, um eine Rundfahrt durch eines der dortigen Länder zu machen und es so ein wenig kennen zu lernen. So entsteht ein Überblick für die nächsten Urlaube, die dann etwas kürzer, weil gezielter ausfallen können – und eines ist klar, wer einmal im südlichen Afrika war, der kehrt immer wieder dorthin zurück!

Zum Reisetermin gehört auch noch, den Beginn der Reise so weit in die Zukunft zu legen, dass alle Vorbereitungen bis dahin in Ruhe abgeschlossen werden können. Neben dem oben erwähnten Reisepass, der ggf. beantragt oder verlängert werden muss, gehören auch medizinische Vorbereitungen dazu. Zum einen sind das die persönlichen medizinischen Vorbereitungen, z. B. Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Zum anderen sind es gezielte Vorbereitungen für das südliche Afrika. Nun lässt sich der eine oder andere bereits durch die bloße Nennung von Malaria oder Aids abschrecken und ich möchte an dieser Stelle ganz klar sagen, dass es diese Krankheiten dort gibt. Dennoch kann jeder Reisende durch gute Vorbereitung und entsprechendes Verhalten das Gefahrenpotential minimieren. Aber nicht nur die "bekannten medizinischen Gefahren" sollten im Vordergrund stehen, denn auch Hepatitis-Impfungen oder die Auffrischung des Tetanus-Schutzes können sinnvoll sein. Dazu sollte jeder Reisende, ausreichende Zeit vor Antritt seiner Reise, seinen Hausarzt zu Rate ziehen und besprechen, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

oryx antilopen namibia

Bild: Oryx-Antilopen am Rande der Wüste Namib (c) AG

Zum Thema Malaria möchte ich aber dennoch ein paar Worte verlieren. Gegen Malaria gibt es keinen Impfstoff, hier sind nur prophylaktische Maßnahmen möglich. Auch das sollte mit dem Hausarzt besprochen werden, denn die gängigen prophylaktischen Medikamente haben meist recht starke Nebenwirkungen. Darüber hinaus sind längst nicht alle Regionen im südlichen Afrika "Malariagebiete". Zudem ist nicht jede Jahreszeit auch Moskito-Zeit und auch dann sind die Moskitos hauptsächlich in der morgen- und Abenddämmerung, sowie in der Nach aktiv. Darüber hinaus kann ich durch verschiedene Vorkehrungen (stichdichte Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, Anti-Mücken Hautpräparate, Moskitonetz über dem Bett, …) Moskitostiche vermeiden, und wenn ich denn doch einen Stich abbekommen sollte, dann muss es sich nicht gleich um einen Malaria-Moskito gehandelt haben.

Ich selbst habe bisher noch keine Malaria-Medikamente genommen. Durch entsprechendes Verhalten und die zugehörigen Vorkehrungen habe ich bisher noch keinen einzigen Moskito-Stich in einem Malaria-Gebiet davon getragen. Aber es muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er der Gefahr einer Malaria-Ansteckung begegnet, denn dass diese Gefahr besteht, sollte jedem deutlich klar sein.

Nun aber genug Warnungen, komme ich lieber zum schönen Teil, dem Urlaub selbst. Da empfehle ich für das südliche Afrika eine Rundfahrt in einem Mietwagen. Auf diese Weise können viele Eindrücke in einem Urlaub gesammelt werden und jeder Reisende kann ganz individuell entscheiden, was er sich anschauen möchte, ohne z. B. an eine Reisegruppe gebunden zu sein. An den Linksverkehr gewöhnt man sich dabei recht schnell. Leider sind Mietwagen und vor allem Allrad-Fahrzeuge (4x4) im südlichen Afrika sehr teuer. Es muss aber nicht unbedingt ein Allradfahrzeug sein, nur weil ich in Afrika bin. Auch auf Schotterpisten kommt man i. d. R. gut mit einem normalen Pkw klar. Nur wer gezielt in off-road Regionen fährt, und das ergibt sich schon bei der Reiseplanung, sollte auf ein Allradfahrzeug zurückgreifen. Bei der Auswahl eines Mietwagens ist eher noch dessen Höhe entscheidend. Bei Tierbeobachtungen aus dem Wagen heraus haben höhere Fahrzeuge einen deutlichen Vorteil. Hier liegt natürlich ein Problem, denn meist sind die höhern Fahrzeuge gleichzeitig Allrad-Wagen. Viele Anbieter haben aber das eine oder andere hohe Auto ohne Allrad und damit entscheidend günstiger im Angebot.

Nun kann die Reiseplanung im Grunde losgehen. Auf unzählige Tipps möchte ich an dieser Stelle verzichten, denn dafür gibt es ebenso unzählige Reiseführer, aus denen jeder sein "eigenes Programm" heraussuchen sollte. Nur einige vereinzelte Hinweise hätte ich, quasi

 

Axel's Spezialtipps:

In Südafrika gibt es nicht nur den Krügerpark und in Namibia gibt es nicht nur den Etosha-Park. Zwar sind diese unbestritten die größten und artenreichsten, aber sie sind auch entsprechend touristisch erschlossen und teuer. Wer sich ein wenig informiert, kann gute und günstige Alternativen finden.

Wer gerne Wein trinkt, dem sei gesagt, dass es nicht nur in der Cape-Region Südafrikas gute Weine gibt, sondern auch im Karoo- und im Oranje-Gebiet. Zudem gibt es auch zwei Weingüter in Namibia, die vielleicht nicht zu den Spitzenweingütern gehören, dafür aber einzigartig sind.

Meine schönste Zeit im südlichen Afrika habe ich auf der Gäste-Farm "Barchan Dunes Retreat" verbracht und wann immer ich kann, fahre ich wieder dort hin. Für jeden, den das neugierig macht: www.barchandunes.com  

viel Spaß im südlichen Afrika wünscht

(c) Axel Greth, Juni 2008