
Reisebericht über Madeira, die Atlantikinsel vor der Küste Afrikas.

(EM) Madeira hat viele Beinamen, wie Insel des ewigen Frühlings oder Portugals schwimmender Garten. Als wir Madeira 2005 das erste Mal besuchten, waren wir direkt sehr angetan von der üppigen Natur und dem imposanten Landschaften der Insel.

Die Insel ist eine autonome Region innerhalb Portugals, genauso wie die Azoren. Besonders bei Wanderfreunden und Botanikern ist sie als Reiseziel beliebt. Manche nennen die Insel auch das Hawaii Europas, obwohl sie ja eigentlich sehr nah bei Afrika liegt. Reisende aus England aber auch aus Deutschland haben Madeira schon lange für sich entdeckt. Die Insel ist auf jeden Fall äußerst vielseitig. Selbst Bademöglichkeiten gibt es, auch wenn Sandstrände selten sind. Nur im Osten der Insel gibt es die kleine Prainha, ein kurzer Lavastrand. Allerdings hat die Nachbarinsel von Madeira, Porto Santo einen 9 km langen Sandstrand.
Auf Madeira selbst gibt außerdem immer die Möglichkeit in Meeresschwimmbecken aus Lava zu baden. Am bekanntesten sind da vermutlich die Lavapools von Porto Moniz im äußersten Nordwesten Madeiras. Funchal, die Hauptstadt Madeiras, Sitz der Regionalregierung und Universitätsstadt ist besonders sehenswert. Sie ist nicht umsonst Anlegehafen von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen. Die Ozeanriesen kann man im interessanten Hafenviertel anschauen. Dort haben wir uns dann auch einige Stunden Entspannung gegönnt. Vorher besuchten wir aber noch die Mercado dos Lavradores, die riesige und gut besuchte Fisch- und Gemüsemarkthalle. Hier kann man allerlei subtropische Früchte probieren, beim Kaufen sollte man sich aber im Zweifel zurückhalten.
Ansonsten empfielt sich Funchal für Madeira-Wein Verkostung und Einkaufen. Außerdem ist die Kathedrale sehenswert und die botanischen Gärten. Der Jardim Botanico ist besonders sehenswert und gibt hervorragende Ausblicke auf Funchal frei.
Dafür das wir Februar hatten und es in diesem Jahr sehr kalt in Europa war, waren die Temperaturen auf Madeira in der Tat noch recht angenehm. Wobei unsere nette Gastgeberin der Casa do Papagaio, Filomena uns immer wieder rührend versicherte, dass es normalerweise wesentlich wärmer auf Madeira sei. Uns war es warm genug, wenn wir die Bilder aus dem verschneiten Deutschland sahen.
Auch wenn es uns bei unserer Wanderung auf der Hochebene Paúl da Serra dann doch etwas kalt wurde, denn hier errinnert das Klima und die karge Landschaft eher an Nordeuropa. Die Höhlen von São Vicente sind auf jeden Fall sehenswert, genauso wie die Lorbeerwälder auf Madeira. Richtig schönes Wetter hatten wir auf der Ponta de São Lourenço. Hier unternahmen wir eine relativ anspruchsvolle Wanderung, die dafür aber Ausblicke auf die bizarre Küste enthielt und absolut lohenswert war.
Ansonsten ist Madeira eine absolut empfehlenswerte Urlaubsinsel, ideal auch zum überwintern, da hier das Klima dann eben doch ganzjährig mild ist und alle mal im Februar wärmer als in Mitteleuropa. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und das Essen köstlich. Nicht nur die vielen süßen und interessanten subtropischen Früchte, sondern auch die traditionellen Gerichte wie die leckeren Fleischspieße Espetada.